Wahlprogramm 2021


Unsere Uni weiter digitalisieren


Die Digitalisierung hat das Potenzial, unser Studium noch selbstbestimmter und individueller zu machen. Die Corona-Pandemie hat uns Möglichkeiten, aber auch Grenzen aufgezeigt. Wir wollen das Beste aus zwei Welten, der digitalen Lehre und des persönlichen Kontakts, endlich zusammenbringen. Dazu fordern wir konkret:


Streaming und Aufzeichnung von Vorlesungen, sodass Du entscheiden kannst, wann und wo Du sie Dir anschaust
• Im Sommersemester 2021 sollten soweit wie möglich und mit strenger Rücksicht auf Corona-Hygienemaßnahmen wieder Präsenzveranstaltung im kleinen Rahmen stattfinden
• Mehr IT- und Softwareschulungen, die über Excel und Word hinausgehen, und mehr durch Uni-Lizenzen zur Verfügung gestellte Fachsoftware
Ausweitung des Angebots an Online-Fachliteratur, besonders solche Literatur die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni Bonn verfasst wurde
Steckdosen an den Plätzen in den Hörsälen und stabiles WLAN auch in den Mensen
• Die Uni muss sichere und datenschutzrechtlich unbedenkliche Alternativen zu Zoom prüfen
• Verpflichtende Veröffentlichung von Lehrevaluationen, wie wir es schon in einem erfolgreichen Antrag gefordert hatten
Hausarbeiten sollten in Zukunft auch nur digital abgegeben werden können

Mehr Flexibilität im Studium


Wir alle lernen und arbeiten auf unterschiedliche Arten und Weisen und zu verschiedenen Zeiten. Deswegen müssen wir das Studium an unserer Uni so flexibel und individuell gestalten wie nur möglich. Das können wir mit einigen praktischen Maßnahmen erreichen:


Prüfungsabmeldung bis zum Prüfungstag
• Mehr Abstellmöglichkeiten und Pumpstationen für Fahrräder
24-Stunden offene Bibliothek und freier Zugang zu gerade unbesetzten Uni-Räumen zum Lernen und Arbeiten
• Einrichtung von mehr Studierendenwohnheimen dort, wo Leerraum besteht, etwa in Bad Godesberg
Schaffen von Arbeitsgruppen-Räumen, die reservierbar sind, sodass ungestörtes Arbeiten möglich ist
• Eine Unicard für den Studentenausweis, die Mensakarte, den Bibausweis und die Kopierkarte
• Zulassung von privaten Gastronomieanbietern an der Uni, damit auch außerhalb der Öffnungszeiten der Mensen für Verpflegung gesorgt ist

Unsere Uni internationaler machen

Internationale Studentinnen und Studenten bereichern unser Uni-Leben enorm, weil sie neue Perspektiven einbringen und nicht selten auch zu guten Freunden werden. An unserer Uni gibt es bereits viele sehr hilfreiche Programme und Beratungsstellen für internationale Neuzugänge. Nichtsdestotrotz könnten wir ihnen das Uni-Leben mit einigen einfachen
Maßnahmen noch leichter machen, und wir sollten das Potenzial für interkulturellen Austausch an unserer Uni viel stärker nutzen. Konkret fordern wir deshalb:


Übersetzungen sämtlicher wichtiger Texte im Uni-Gebäude und in den Mensen auf Englisch. Außerdem Übersetzung der gesamten Website des Studierendenparlaments sowie des AStA-Unihandbuchs auf Englisch
• In Fachbereichen, wo es möglich ist, mehr Veranstaltungen organisieren, die ganz gezielt auf die Erfahrungen internationaler Studentinnen und Studenten aufbauen und diese mit deutschen ins Gespräch kommen lassen (z.B. ein deutsch-amerikanisches Forum zu den transatlantischen Beziehungen im Fachbereich Politik)
• Ausweitung der internationalen Kooperationen der Uni, insbesondere in Südamerika, Afrika, Russland und dem indischen Raum

Freiheit der Lehre und Forschung vor äußerer Einflussnahme schützen


Die globalen politischen Verhältnisse verschieben sich, und auch unsere Uni wird davon nicht unbetroffen bleiben. Während Staaten wie Russland Desinformationskampagnen im eigenen Interesse organisieren, betreiben aufstrebende Mächte wie China aktiv eine internationale Wissenschaftspolitik. So gab es vom chinesischen Regime organisierte
Einschüchterungsversuche gegen kritische Studentinnen und Studenten vor allem in Australien und den USA. An der Uni Bonn gibt es eines der vom chinesischen Staat finanzierten Konfuzius-Institute, die weltweit im Verdacht stehen, Propaganda- und Spionagearbeit zu betreiben.


In so einem Umfeld muss unsere Uni Transparenz zeigen und aktiv für die Freiheit von Forschung und Lehre eintreten. Als eine der größten Unis Deutschlands erwarten wir von der Uni Bonn, dass sie eine Führungsrolle bei dem Schutz der akademischen Freiheit vor äußeren Einflüssen in Deutschland übernimmt. Auch wenn wissenschaftliche Kooperationen mit
Ländern wie Russland und China weiterhin wichtig und bereichernd sind, müssen gleichzeitig Schutzmaßnahmen getroffen werden. Konkret fordern wir deshalb:


Offenlegung des Kooperationsvertrages zwischen der Uni Bonn und dem KonfuziusInstitut Bonn, wie wir es schon in einem erfolgreichen Antrag gefordert hatten
Klarere Statements der Uni zu Aktivitäten ausländischer Mächte, die die akademische Freiheit an der Uni Bonn gefährden
Mehr Veranstaltungen der Uni, die sich offen und in Diskussion mit den Studentinnen und Studenten mit dem Thema der Wissenschaftspolitik und Freiheit der Lehre und Forschung auseinandersetzen
• Ein wissenschaftlich fundiertes und unabhängiges Monitoring der versuchten Einflussnahme ausländischer Mächte auf die Lehre und Forschung an der Uni Bonn


Ein AStA für alle, nicht für Extremisten

Der AStA bietet viele sinnvolle Services und Beratung für Studentinnen und Studenten. Gleichzeitig diente er aber in den letzten Jahren viel zu oft als Vehikel für extremistische Ideologien, die sich nicht für konkrete Verbesserungen an unserer Uni einsetzen, sondern das System stürzen wollen. Wir finden: niemand soll dazu genötigt werden, linksradikale und
antidemokratische Fantasien zu finanzieren. Deshalb fordern wir:


Senkung des AStA-Beitrags auf mindestens unter 10 Euro

• Sofortiger Stopp der Finanzierung von und Zusammenarbeit mit extremistischen Gruppen; keine Propagierung extremistischer Weltbilder auf Veranstaltungen des AStA
• Einschränkung von stark von Partikularinteressen geprägten Veranstaltungen
• Möglichst papierlose Verwaltung des AStAs
Ausbau sinnvoller Angebote, wie bonnFM, der Bafög-Beratung oder dem Hochschulsport
• Austritt aus dem teils extremistischen „freien zusammenschluss von
student*innenschaften“ (fzs)
Livestream von Studierendenparlaments- und Gesamt-AStA-Sitzungen
Benutzerfreundlichere Neugestaltung der Website des Studierendenparlaments