Aktuelles

Offener Brief an die Hochschulleitung wegen der Beendung der E-Mail-Weiterleitung – Januar 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrtes HRZ-Team,

mit bedauern haben wir festgestellt, dass Sie daran festhalten, die Mailweiterleitung für Studierende bis Ende März abschalten zu wollen. Die Weiterleitung ist ein vielfach genutztes und außerordentlich hilfreiches Werkzeug für viele Studierende. Insbesondere in Pandemie-Zeiten, in denen noch mehr als sonst im digitalen Raum abläuft, ist dieser Schritt nicht nachzuvollziehen und kontraproduktiv. Anstatt den Studierenden Steine in den Weg zu legen wäre eine Vereinfachung des digitalen Studienalltags der richtige Schritt. Die Argumentation, dass bei einigen Studierenden die Mails nicht richtig weitergeleitet werden, verfängt unserer Meinung nach nicht – in diesem Falle kann schließlich immer noch auf den Mailzugang der Universität zugegriffen werden. Jetzt der breiten Masse an Studierenden, bei denen die Weiterleitung ohne Probleme funktioniert, diesen Zugang zu kappen, dürfte nicht nur für großen Unmut, sondern auch für Mehrbelastung sorgen. Das Signal das gesetzt wird ist klar – und es geht in die falsche Richtung. Wir meinen: Die Universität sollte vorangehen, und Digitalisierung fördern. Eine Universität, die nicht einmal eine E-Mail-Weiterleitung ermöglicht, sollte sich gut überlegen, ob sie sich „Exzellenzuniversität“ nennen will.

Wir fordern Sie daher höflich auf, diesen Schritt gut zu überdenken und so bald als möglich rückgängig zu machen. Ebenfalls sollten nicht nur bisherige Weiterleitungen erhalten bleiben, sondern es auch neuen Studierenden wieder möglich gemacht werden, Weiterleitungen einzurichten. Sollten weitere Argumente zu der Abschaltung der Weiterleitung geführt haben die einleuchtender als die bisher dargelegten sind, so bitten wir ebenfalls höflich um Bekanntgabe dieser. 

Mit freundlichen Grüßen,

Aaron Eßelborn

Vorsitzender LHG Bonn

Der Liberale Blick aufs Studium – Januar 2022

ACHTUNG: Vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen wird die Veranstaltung per Zoom durchgeführt. Wenn ihr den Link hierzu haben möchtet, meldet euch bitte per Mail.

Wir freuen uns sehr, am 18.01. ab 18 Uhr Daniela Beihl MdL bei uns in Bonn begrüßen zu dürfen. Daniela Beihl ist seit 2019 Mitglied des Landtags NRW und dort hochschulpolitische Sprecherin für die FDP-Fraktion.

Im Festsaal der Universität (im Hauptgebäude) wollen wir mit ihr darüber sprechen, wie sich die Situation an den Universitäten während der Pandemie entwickelt hat, wie es nach der Pandemie weitergehen kann, und was die Landesregierung bereits tut oder noch tun könnte. Selbstverständlich wird es auch die Möglichkeit geben, direkt Fragen zu stellen und in ein offenes Gespräch mit Frau Beihl zu kommen.

Schreibt uns bei Interesse gerne eine Mail (krueger@lhg-bonn.de), um euch anzumelden. Vor Ort gelten die gesetzlich vorgeschriebenen 2G-Bestimmungen.

Kritik an Buchabsage – November 2021

Die Absage der Buchvorstellung „Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt“ an den Universitäten Duisburg-Essen und der Leibniz-Universität Hannover sind Ausdruck des Einflusses der chinesischen Regierung auf die Konfuziusinstitute. Durch dieses Ereignis rückten die Institute erneut in den Blick der Öffentlichkeit.

Wir nehmen diese Entwicklung zum Anlass, um – wie bereits vor einem Jahr- die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bonn und dem hiesigen Konfuziusinstitut zu kritisieren. Intransparente Prozesse zur Überprüfung des zwischen der Universität und dem Konfuziusinstitut bestehenden Kooperationsabkommens können keine Lösung sein.

Der Vorsitzende des RCDS-Bonn, Dasdin Duman, dazu: „Die chinesische Einflussnahme auf unsere Bildungseinrichtungen ist eine Grenzüberschreitung, die wir viel zu lange toleriert haben.“
Der Vorsitzende der LHG-Bonn, Aaron Eßelborn, ergänzt: „Deshalb fordern wir seit längerem, die Zusammenarbeit mit dem Bonner Konfuziusinstitut zu beenden.“

Unsere beiden Hochschulgruppen warnen vor dem Missbrauch der Kultureinrichtungen als staatliches Machtinstrument der chinesischen Regierung.
Daher erwarten wir vom Rektorat der Universität Bonn klare Kante, wenn es um die Freiheit der Lehre und Forschung geht: Beenden Sie die Zusammenarbeit mit dem Konfuziusinstitut!